Sonntag, 7. Mai 2017

n+1=Surly CrossCheck

Für mich gehört zum Radhobby auch das Schrauben an neuen Rädern bzw. das Zusammenstellen von mir passenden Teilen zu einem fahrtauglichen Rad. So wurden hier schon einige Räder gezeigt, die schon nicht mehr vorhanden sind bzw. bereits umfangreich umgebaut wurden. Surly bietet recht vielseitige Stahlrahmen an, die sich individuell aufbauen lassen und zudem recht preisgünstig sind. So ist bei mir gerade ein Surly Cross-Check fast fertig, jedenfalls schon fahrtauglich. Ein paar Kleinigkeiten sind noch zu tun, aber das sind wirklich nur Details.... Einige vorhandene Teile, ein neuer Rahmen und einige Ergänzungen, fertig ist ein schickes Rad ;-)

südlich von Biesenthal

gegenüber der ehemaligen Papierfabrik in Eberswalde

Brandenburger Alleen an einem Sonntagnachmittag

Brandenburger Scheunen


Rücklicht und Kabelführung werden noch geändert...

Projekt n+2 ist in Arbeit und Projekt n+3 schwirrt mir gerade durch den Hinterkopf...

Freitag, 14. April 2017

66-Seen-Wanderweg und ein Overnighter

Irgendwann fahre ich die Runde auf dem 66-Seen-Wanderweg rund um Berlin mal komplett, gestern und heute bin ich das Teilstück im Nordosten von Berlin langgeradelt. Und es sollte draußen übernachtet werden. Habe die Sachen durch sortiert, dann alles gepackt und am Rad verstaut:

Setup: wasserdichter Packsack mit Spanngurten am Lenker, Rahmentasche von parsleybags.com
Ich nutze den Fernwanderweg E11 als "Zubringer" zum Gamengrund, ab diesem Zeitpunkt ist die Navigation ganz einfach: immer dem blauen Punkt folgen. Der markiert den gesamten Verlauf des 66-Seen-Wanderweges.

Kurz vorm Gamengrund, der letzte Sturm hat noch Spuren hinterlassen


Irgendwo bei Spitzmühle merke ich, daß der Garmin nicht mitloggt, sondern irgendeine Eingabe erwartet. Bis dahin bin ich wohl schon etwas über 10 Kilometer geradelt. Die Geschwindigkeit ist spürbar niedriger, einerseits durch das Gepäck und andererseits gebe ich auch nicht so viel "Gas", sondern genieße das ruhige Kurbeln durch die Landschaft.

eine meiner Lieblingsstellen im Gamengrund

Waldarbeiten...

kurz vor dem Bahndamm bei Tiefensee

auf der stillgelegten Eisenbahnstrecke
Zwischen Tiefensee und Leuenberg macht sich mein Magen bemerkbar, das Mittagessen liegt eine Weile zurück und war auch nicht so umfangreich. Es gibt einen Riegel zur Überbrückung, in Leuenberg hat der Bäcker noch offen. Das Angebot ist sehr übersichtlich, aber es ist kurz vor 18:00 Uhr und morgen ist Karfreitag, was erwarte ich also? Zwei Stück Kuchen verschwinden in der Lenkertasche, werde die irgendwo unterwegs verdrücken.

passend zur Regenwolke steht eine Hütte am Weg

"Eisenbahnschienen-Kuchen aus Leuenberg"

noch zu früh für ein Nachtlager

am nördlichen Ende vom Gamengrund

die Rahmentasche bei der Jungfernfahrt
Der Rest der Tour an diesem Tag verläuft unspektakulär, langsam verschwindet die Sonne und das eigentliche Tagesziel bei Biesenthal ist nicht mehr realistisch. Von der Bernauer Heerstraße im Wald südlich von Eberswalde biege ich beim Nonnenfließ ab, dort gibt es auch eine komfortable Schutzhütte. Habe an dem Tag ungefähr 50 Kilometer geschafft.

Ich richte mein Nachtlager ein, wechsele in die Merinounterwäsche und liege gegen 21:00 Uhr im Schlafsack. Gunnar Fehlau hätte wohl nicht auf ein Feuer neben der Hütte verzichtet, aber ich war allein und die Suche nach Feuerholz macht im Dunkeln auch keinen Spaß.
Die Nacht wird unruhig, habe es aber nicht anders erwartet. Mir fehlt die Routine für solche Ausflüge, es gibt hier und da ungewohnte Geräusche in der Nacht. Zwischendurch wird es doch so frisch, daß ich noch zwei Kleidungsstücke überziehe und mich wieder in den Schlafsack kuschele. Gegen 05:30 nimmt der benachbarte Biber lautstark sein "Guten-Morgen-Bad" und macht mich damit wach. Wußte nicht, das die dabei so ein Lärm machen....

kurz nach 6:00 Uhr, Frühstück vorbereiten
Es gibt eine Portion Haferporridge von REWE, damit kann ich erstmal starten, brauche dann aber bei Gelegenheit ein richtiges Frühstück.

6:45 alles gepackt und reiseklar

mein Hotel der letzten Nacht

Fotohalt

kurz vor Biesenthal

Obstbaumallee bei Danewitz

vor Bernau

In Bernau finde ich dann endlich eine Tanke, die Bäcker unterwegs genießen zu Recht den Feiertag. Endlich kann ich etwas gegen den schon deutlich knurrenden Magen tun, das hat sehr gut getan!

Richtung Werneuchen
Mit strammen Rückenwind und Reserven aus der Tankstelle geht es weiter in Richtung Altlandsberg, habe dann mit dem Vortag zusammen etwas mehr als 90 Kilometer absolviert.

Blick auf die weniger schöne Ecke von Werneuchen
Ich muß für solche Touren noch viel lernen, was würde ich gerne anders machen:

- für kältere Nächte muss ich meine Schlafausrüstung anpassen
- den Trinkrucksack würde ich gerne weglassen, also muß ich für das Trinken unterwegs und Vorrat eine Lösung finden, der Kleinkram aus dem Rucksack muß auch woanders seinen Platz finden.
- Zahnputzzeug muß beim nächsten Mal mit!
- ein Bierchen am Abend wäre schön....

Bewährt hat sich die neue Rahmentasche und ich bin erstaunt, wieviel Ausrüstung/Kram in so eine Rolle am Lenker passt!

Freitag, 7. April 2017

Rahmentasche für das Genesis-MTB

Vor einiger Zeit habe ich bei Suse von Parsleypags.com mal wieder einen Wartelistenplatz beantragt, sie hat immer einige Monate Wartezeit für die individuellen Radtaschen. Die Überlegungen waren wie folgt:
  • die Tasche wird wahrscheinlich dauerhaft am Rad bleiben, also kann da auch Werkzeug und der Ersatzschlauch mit rein
  •  das Rahmendreieck ist frei von Flaschenhaltern oder einem Umwerfer, die Tasche sollte das ohnehin kleine Dreieck voll ausnutzen
  • fürs Werkzeug und den Schlauch sollte es eigene "Abteile" geben
  • die "festive500"-Aufnäher passen nicht so recht zum MTB, also rauf damit. Dann liegen die wenigstens nicht im Regal rum...
  • farblich passend es zu den kleinen Ortlieb-Backrollern, die am vorderen Träger ihren Platz finden


passt perfekt rein

innen: Schlaufen zum Halten der Luftpumpe

rechts ist ein flaches Kartenfach, der 15er Schlüssel für die Getriebenabe hat hier einen eigenen Platz bekommen

rechte Seite

Schlauchfach, da kommt dann noch ein Multitool rein

Hauptfach

Gesamtansicht

Und ein paar Tage später finde ich die Tasche in einer Fotostrecke von spiegelonline......

Sonntag, 26. März 2017

Pause am Oderteich/Harz

Vier Tage Messe bedeuten klimatisierte Luft, einen gleichmäßigen Lärmpegel und quasi ein Leben in einer Filterblase. Das Wetter draußen? Kriegt man eigentlich nicht mit, wenn man nicht bewußt die Halle verlässt.

Habe also den Heimweg von Hannover nach Hause über den Harz geführt und am Oderteich eine lange und aktive Pause eingelegt. Erst gab es eine Brezel und Kaffee, dann war ich für einen Fotografen ein willkommener Farbtupfer in der grauen Landschaft und anschließend bin ich um den kleinen Stausee gewandert. Mehr als eine Stunde frische Luft und Landschaft! Herrlich!

Foto von https://www.facebook.com/gazi.sahin.94

Foto von https://www.facebook.com/gazi.sahin.94









Donnerstag, 9. März 2017

was ist das?

bei Klick noch größer...
Die Faszination von Fahrrädern liegt auch in ihrer Gestaltungsvielfalt, ihrem breiten Einsatzspektrum. Manchmal kann ich aber den Sinn der Konstruktion nicht nachvollziehen!

Auf dem Fahrradparkplatz im Schulhort meiner Tochter ist mir dann dieses spezielle Exemplar aufgefallen. Und ich gebe zu, mich lässt es etwas sprachlos zurück... ein 24er Kinderrad mit dieser speziellen Ausstattung. Ich hätte bei vergleichbarem Preis mich eher für  ein leichtes Rad mit breiteren Reifen entschieden...

Sonntag, 29. Januar 2017

Januar 2017 - ein unentschlossener Winter

Der Januar ist 2017 ist ein komischer Wintermonat. Erst gibt es Schnee und ich kann lange Zeit nur das MTB nutzen. Die Straßen werden geräumt, auch die Gehwege im Ort, der Rest nicht. Durch wechselnde Temperaturen, mal über Null, mal unter Null bildet sich dann auf den nicht geräumten Wegen eine solide Eisschicht. Zum Monatsende hin wird es etwas wärmer, ich kann auch andere Räder nutzen, aber so richtig eisfreies und sorgenfreies Radeln ist es noch nicht.... 

Spikereifen im passenden Einsatzgebiet


Obstallee bei Wesendahl

Schneematsch, teil weich, teil angefroren zwischen Reifen und Schutzblech

Fahrstreifen...

je nach Lage nur noch Schneereste

überfrorene Wege...

Montag, 9. Januar 2017

Kenda Klondike - eine Hassliebe

Seit zwei, drei Jahren nutze ich bei den passenden Wegezuständen einen Satz Kenda Klondike Spike-Reifen fürs 29er. Die Reifen habe ich irgendwo im Sonderangebot bekommen, wollte schon lange welche haben und ohne lange nachzudenken, habe ich dann eben die gekauft.
Kurz nach dem Kauf fiel mir dann ein Reifentest für diese Art Reifen in die Hand und die Kendas waren mit Abstand Verlierer dieses Vergleiches. Rollwiderstand und das üppige Gewicht waren dabei ausschlaggebend. Und so fahren sie sich auch! Auf einer 20-Kilometer-Strecke durch den Schnee freue ich mich, wenn der Schnitt bei 14 km/h bleibt und ich mich dabei nicht völlig verausgabe.





Andererseits: sie machen bei verschneiten Wegen/Straßen für mich das Radfahren überhaupt erst möglich! Sie liefern Grip auf vereisten Stellen, im Tiefschnee und auf festgefahren Schneedecken. Also bin ich froh, daß ich überhaupt radeln kann, alle anderen Räder sind gerade nicht einsatzfähig. Den erhöhten Rollwiderstand muß ich einfach als extra Training und Ausgleich für die fehlenden Kilometer werten, bei den Fahrleistungen werden die Reifen wohl noch sehr lange halten.... Würde ich ein STRAV-Granfondo damit fahren? Wohl eher nicht... Freue mich dann wieder auf das leichtfüßige Fahrgefühl, wenn die "Sommerreifen" wieder aufs Rad kommen oder ich wieder mit dem Rennrad fahren kann. Oder mal ein Fatbike im Schnee probieren!